BRCErfolgeTrainingBruggelauf: Gudrun überraschend Dritte

22. September 2019

Der Bruggelauf ist mir noch vom vergangenem Jahr in bester Erinnerung, tolle Stimmung am BRC-Punkt in der Freien Strasse und die Siegerehrung am Marktplatz mit sehr viel rot-weisser Beteiligung. Obwohl damals ja der eigentliche Ekiden Marathon auf einen Halbmarathon zusammengestaucht wurde und für mich deutlich an Attraktivität verloren hatte.

In diesem Jahr herrschte relative Ruhe in der Basler Innenstadt, starteten 2018 noch 56 Teams bei den Staffelwettbewerben, waren es dieses Jahr nur noch 24! Ein Rückgang von über 50%. Nicht viel anders bei den Einzelwettbewerben, auch hier gingen die Teilnehmerzahlen drastisch zurück. Was mag der Grund sein?

Gudrun und ich absolvierten zuvor noch einige Kilometer, um den Bruggelauf dann als Schlussteil des 36km-Marathontrainings zu nutzen.

Das Wetter passte perfekt, nicht zu kalt, nicht zu warm und kein Wind, ihm konnte man die geringe Beteiligung absolut nicht ankreiden. Die Strecke hingegen stellte sich für mich als sehr abenteuerlich heraus, viele Kurven, Schlaufen und Ecken waren ja auf dem Streckenplan bereits zu erkennen, aber damit nicht genug. Teilweise musste man von Trottoirs auf das Gegenüberliegende wechseln, Mülleimer standen im Weg oder sogar Verkehrsschilder. Einmal ging es unter einem Baugerüst hindurch und als „Höhepunkt“ kreuzte das Läuferfeld der Staffel zweimal im laufenden Rennen. Dazwischen Hütchen, welche als potentielle Stolperfallen die Sache nicht gerade vereinfachte.

Für uns als Trainingslauf störte das nicht allzu sehr, aber wenn man das Ding als Wettkampf läuft? Für Gudrun war geplant, ihren langen Lauf mit schnellen 9 Kilometern im Marathontempo abzuschliessen. Das ist in einer Laufveranstaltung mental deutlich einfacher und ich sorgte für das richtige Tempo. Resultat: Gudrun holte eine Frau nach der anderen ein und bis zum Ziel am Marktplatz schaffte sie es sogar noch auf den dritten Gesamtrang vorzulaufen und den Kategoriensieg in der starken W30!  Das war nicht gerade gewollt, aber umso schöner, wenn ein harter Trainingslauf mit dem Gesamtpodest belohnt wird. Der Abstand zur Vierplatzierten waren gerade mal 2 Sekunden, wobei ich hier betreffend Zeitnahme mehr als skeptisch bin, denn hinter uns war weit und breit keine Frau zu sehen, mmh. So gross war das Starterfeld nicht, dass sie so viel später über die Startmatte gelaufen ist.

 

Ich weiss ja nicht, wie es die anderen Teilnehmer sehen, für mich war die Strecke nicht sonderlich attraktiv und viel zu kantig. Der Kreuzverkehr mit den Staffeln war ein absolutes NoGo. Der Startpreis ist relativ hoch, sieht man noch die Preise bei der Siegerehrung, muss man sich nicht wundern, dass die Läuferinnen und Läufer nicht gerade in Massen starten.

 

Gudrun erhielt für ihren Klassensieg eine Schokoladentafel grosse Leckerlischachtel. Für den dritten Gesamtrang erhielt sie genau das Gleiche. Sehr knausrig und lieblos, bei der Siegerehrung der schnellsten 3, finde ich. Beim Liestaler Stadtlauf, der deutlich günstiger ist, bekam sie für die gleiche Platzierung Gutscheine im Wert von 120 CHF und einen Freistart für Lausanne. Klar macht man das ja nicht um abzusahnen, aber beim Gesamtpodest hat es auch etwas mit Ehrung und Wertschätzung der Schnellsten zu tun.

 

Der Veranstalter muss über die Bücher, da gibt es kein Vertun, ansonsten gibt es wohl bald einen Lauf weniger in Basel, was sehr schade wäre. Ich drücke die Daumen, dass die Wende geschafft wird und der Bruggelauf ein fester Bestandteil im Laufkalender bleibt.

 

PS:

Witzige Begebenheit beim obigen Gruppenfoto: Alle platzierten sich freudig vor dem Rathaus und warteten, erst dann merkten wir, dass wir noch gar keinen Fotografen hatten! Ferhat sprang in die Lücke ein, danke!