BRCErfolgeSerena läuft schneller als der Landesrekord Singapurs

30. Januar 2019

Der Tokio Marathon am 3. März ist das grosse Ziel von Serena, auf das sie seit Wochen hintrainiert. Eine Zeit unter 3 Stunden wäre für sie ein Traum und dadurch eventuell die Option für ihr Heimatland Singapur bei den Süd-Asien Meisterschaften an den Start zu gehen. Dafür arbeitet sie hart und geht an ihre Grenzen, denn schliesslich arbeitet sie ganztags und muss ihr Training sehr gut organiseren.

Nun ist die sympathische Marathonläuferin des Basel Running Club ihrem Traum einen grossen Schritt näher gekommen. Aus dem Training heraus lief sie heute beim Cran Canaria Halbmarathon bei wolkenlosen 17 Grad eine Topzeit von 1:22:02. Damit ist sie 1:21 Minuten schneller, als der bisherige Landesrekord Singapurs von 1:23:16, aufgestellt von Hui Qi bei den Weltmeisterschaften 2012. Was eine Nummer unserer Running Rocket! Ob die Zeit für den Landesrekord anerkannt wird, steht noch in den Sternen, das Reglement des Verbandes sieht hier diverse Anmeldungen vor und die Strecke muss für eine Wertung genehmigt sein. Auf jeden Fall ist es ein neuer Vereinsrekord – bisher lief keine Frau beim BRC einen schnelleren Halbmarathon. Man beachte die Durchschnittspace: 3:53 Minuten pro Kilometer!

Cran Canaria hatte sie sich ausgesucht, weil es der einzige Halbmarathon war, der sowohl zeitlich in die Vorbereitung passte und bei passablen Bedingungen zu laufen war. Und das nutzte Serena heute und lief bei einem gut besetzten Wettkampf auf den 4. Gesamtrang von 386 gewerteten Läuferinnen. In ihrer Altersklasse schaffte sie es sogar mit der Bronzemedaille auf das Podest.

Schaut man sich ihre Leistung nun in Hinblick auf den Tokio Marathon an, so liegt eine Zeit deutlich unter 3 Stunden im Bereich des Möglichen. Dazu müssen nun aber die letzten 4 Wochen des Trainings noch gut absolviert werden, viel Körpergefühl ist hier gefragt, damit es auch nicht zu viel wird. Als Trainer muss ich nun aufpassen, dass sie nicht zu hart rangeht – schneller muss sie nun nicht mehr werden – die Länge ist bis Tokio das Wichtigste auf ihrem Trainingsplan.

Ich freue mich sehr für Serena für diesen Zwischenerfolg – vor allem nach einem Jahr mit viel Pech und Verletzungen.