BRCHalbmarathonTempomacherHalbmarathon Lausanne 2018

28. Oktober 2018

Glück gehabt, das konnte man betreffend Wetter sagen, als wir nach langem Regen doch trocken in La Tour de Peil an den Start gehen konnten. Ich lief die 21.1 Kilometer entlang des Lac Léman nach Lausanne zusammen mit Gudrun. Es wurde ein toller Halbmarathon der viel Spass machte. Tamara startete am Morgen bereits zum Marathon und holte sich einen sensationellen 4. Gesamtrang! Hier mein Bericht von der BRC-Seite:

Die Wettervorhersage für das letzte grössere Laufwochenende des Jahres waren mehr als trüb, 6 Grad, Regen und dazu starker Wind, hiess es zwei Tage zuvor. Soll man da überhaupt an den Start? Eine Frage, die sich dann am Sonntag am Lac Léman zum Glück nicht mehr stellte, denn Lausanne kam in den Randbereich des Tiefdruckgebietes und pünktlich zum Marathon hörte der Regen auf. Zwar präsentierte sich der Himmel recht grau, aber immerhin kein Niederschlag mehr und sogar die Strasse trocknete allmählich ab.

Tamara war die Erste, die an diesem grauen Sonntagmorgen am Start stand. Sie war auch die Einzige, die den ganzen Marathon absolvierte. Dank der Zeitumstellung hatte sie eine Stunde mehr, was bei ihrer frühen Anreise von Basel nach Lausanne ein willkommenes Geschenk war. Von Beginn an lief Tamara ihr Rennen und bei km 20 und 22 konnten wir sie dann live erleben! Sie sah noch richtig gut aus und war als 5. Frau im Gesamtklassement vorne mit dabei.

Aber nun lasse ich sie doch mal selbst berichten…

Lausanne Teil 2…

Nach vielen Trainingskilometern gab es diesen Sonntag mit einem Marathon mein letztes und längstes Wettkampfziel für 2018. Während Rainer, Gudrun & Thomas sich dafür entschieden die Strecke von La Tour-de-Peliz nach Lausanne zu laufen, habe ich mich für die Aussicht in beide Richtungen entschieden ;): die 42km von Lausanne nach La Tour-de-Peliz und zurück.

Das hiess, früh aufstehen für den Start um kurz nach 10 Uhr. Glücklicherweise fiel aber die Zeitumstellung auf den gleichen Tag: eine Stunde mehr Schlaf also. Regen bei Ankunft in Lausanne hat die Stimmung dann erstmal gedämpft und schien für keine guten Bedingungen für einen schönen Lauf zu sorgen. Bis zum Startschuss hat es allerdings zum Glück aufgehört und es blieb den Rest des Tages trocken. Anfangs habe ich angepeilt beim 3:15h Pacemaker für die ersten paar Kilometer zu bleiben. Ich wollte vermeiden zu schnell loszulaufen, was beim Marathon eben noch recht einfach passieren kann, und dann werden die 42km seeehr lang….

Recht bald habe ich jedoch gemerkt, dass ich ohne Probleme die Pace ein wenig anziehen kann und noch in einem Tempo zu sein, das ich drei Stunden durchlaufen kann. Auf der Stecke gab es immer wieder Gegenwind und der leicht auf-und abwärts gehende Kurs haben einem das Leben etwas schwer gemacht. Aber die schöne Aussicht auf See und Weinberge haben das mehr als wettgemacht. Und haben einen Geschmack darauf gegeben, wieviel besser es sogar noch sein muss, wenn Sonnenschein den Blick auf die Berge erlaubt. Sicher ein Grund den Lauf wieder zu laufen.

Irgendwo bei ca. Kilometer 10 hab ich vom Streckenrand erfahren, dass ich Frau Nummer 5 bin. Damit hätte ich nun wirklich nicht gerechnet, vielleicht irgendwas zwischen Nr.10-20. Das war eine super Motivation, genauso wie die unzähligen Anfeuerungen von den Zuschauern. Am Kehrpunkt nach der halben Strecke habe ich dann zum ersten Mal die anderen drei BRC-ler gesehen, die mich anfeuerten. Danke dafür! Ihr seid klasse! Von ihnen habe ich erfahren, dass die 4.Platzierte nur ca. 2min Vorsprung auf mich hatte. War mir aber eigentlich eh egal, und habe es nicht weiter beachtet, da ich sowieso nur eine gute Zeit laufen wollte. Und ich hätte auch keine Kraft gehabt das Tempo anzuziehen. Der Bereich um Kilometer 30 wurde dann zum zähesten Teil: Gegenwind, müde Beinmuskeln, Knieschmerz, wenig Zuschauer… Marathon ist halt kein Spaziergang .

Irgendwo um Kilometer 35 habe ich allerdings sogar tatsächlich Frau Nr.4 gesehen und überholen können. Das gab nochmals Motivation für den letzten Teil, der sich wie von alleine lief, naja zumindest fast. Überglücklich ging es Richtung Zieleinlauf. Und dort gab es zur Belohnung eine neue PB mit 3:04:50. Das hat meine Erwartungen für den Oktobersonntag übertroffen! Und die Platzierung mit 4.Overall und 2.Kategorie sowieso.

Toller Tag! Auch in Hinblick auf die anderen gigantisch guten BRC-Ergebnissen, ob in Lausanne, Luzern, Frankfurt,…
Und jetzt erstmal Beine hochlegen, und die Herausforderung Treppenlaufen am Tag nach dem Marathon meistern.

Gudrun bei km 10


Während Tamara in Lausanne bereits über die Ziellinie lief, waren Thomas, Anja, Gudrun, Fumiaki und ich noch in La Tour-de-Peliz am Aufwärmen. Der Start des Halbmarathons war erst am Nachmittag, so konnten wir das Rennen von David in Luzern noch komplett live im TV -Stream mitverfolgen, eine grosse Motivation für uns.

Richtig kalt war es am Lac Léman, aber trocken, recht gute Bedingungen also, zumindest zu Beginn. Der Start verlief problemlos, bis auf wenige Bremsklötze, die sich mal wieder zu weit vorne eingereiht hatten. Nach einer Schlaufe durch La Tour-de-Peliz ging es dann entlang der schönen Küste in Richtung Lausanne. Schade, war es ein grauer Oktobertag, die Farben der Weinberge wirkten so ein wenig flau und die Alpen auf der anderen Seite des Lac Léman verhüllten sich in einer grauen Wolkenwand. Zum Laufen war das aber egal, die Strecke war dennoch schön und die wenigen Zuschauer sorgten hin und wieder für Stimmung am Rand der Strecke.

Leicht wellig verlaufen die 21.1 Kilometer durch die schmucken Vororte von Lausanne, aber irgendwie laufen sie sich dennoch recht gut, so richtig steil ist es nirgends. Bei nahezu perfekten Bedingungen liefen wir so auf Lausanne zu, bis Kilometer 14, denn ab dort blies uns ein starker und kalter Gegenwind entgegen. Pace halten war hier unmöglich und wenn noch ein kleiner Anstieg hinzukam, wurden gleich mal 10 Sekunden draufgebrummt.

Aber dann war das Ziel da, Fumiaki war der Erste vom BRC und lief sogar eine persönliche Bestzeit! 1:19:23 zeigte seine Uhr im Ziel am Quai d’Ouchy. Gudrun kam zusammen mit mir nach 1:31:18 Stunden über die Ziellinie, immerhin Platz 19 im Gesamtklassment von 1472 gestarteten Frauen! Thomas finishte nach 1:37:24, heilfroh, dass seine Wade keine Probleme machte und somit auch sehr zufrieden. Anja hatte sich nichts vorgenommen, Training lag bei ihr in den letzten Wochen kaum drin und dennoch lief sie eine gute Zeit von 1:41:39, 1392 Läuferinnen kamen nach ihr ins Ziel. Auch sie war mit ihrem Ergebnis happy.

Ein toller Lauf am Lac Léman, das Wetter spielte zum Glück noch einigermassen mit und so war es ein schöner Laufsonntag mit tollen Ergebnissen, allen voran der 4. Gesamtrang von Tamara beim Marathon und die neue PB von Fumiaki beim Halben.